
Expertentips
Herzrhythmusstörungen: wann Abklärung sinnvoll ist
Herzstolpern ist nicht ungewöhnlich, jeder Mensch hat das mal und ein gesundes Herz hält das ohne weiteres aus. Die Ursachen können vielfältig sein, z.B. Blähungen, Aufregung, Alkohol, Elektrolytungleichgewicht, Lebensmittelunverträglichkeiten, Verspannungen, Infektionen und vwm...
Kritisch wird es erst, wenn eine Herzerkrankung oder eine behandlungsbedürftige Rhythmusstörung dahinter steckt. Die Standardabklärung stützt sich auf eine genaue Anamnese des Beschwerdebildes, EKG-Untersuchungen, Ultraschalluntersuchungen und Laboruntersuchungen.
Als ganzheitlich arbeitender Kardiologe und Experte in funktioneller Medizin gehe ich noch einen Schritt weiter. Ich schaue mir den Zellstoffwechsel genauer an, insbesondere den Energiestoffwechsel der Mitochondrien und das RedOx-Gleichgewicht an. Fehlt der Herzmuskelzelle eine gesunde Membranspannung, kann sie elektrisch instabil werden und zu Rhythmusstörungen neigen.
Außerdem kläre ich ab, ob noch eine Belastung mit Spike-Proteinen vorliegt. Diese können nach einer Corona-Impfung oder -Infektion persistieren und Herz und Gefäße schädigen, was wiederum Rhythmusstörungen auslöst.
Wann ich eine Abklärung empfehle
Kommen Sie zur fachärztlichen Untersuchung, wenn:
- Herzstolpern oder Herzrasen neu, häufiger oder länger anhaltend auftritt,
- Schwindel, Luftnot, Brustenge oder Bewusstseinsstörungen dazukommen,
- die Beschwerden bei Belastung oder ohne klaren Auslöser auftreten,
- bereits Vorerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schilddrüsenerkrankungen bekannt sind oder Medikamente eingenommen werden,
- Sie unsicher sind, was hinter dem Gefühl steckt.
Ein einzelnes, kurzes Herzstolpern ohne Begleitsymptome ist in der Regel harmlos. Wiederholte Episoden, begleitende Symptome oder Risikofaktoren rechtfertigen eine gründliche fachärztliche Abklärung.
Kardiologische Basis: was ich zuerst prüfe
Basisuntersuchungen: Anamnese (Vorerkrankungen, Auslöser, plötzlicher Beginn und Ende der Rhythmusstörung, Dauer, Medikamente, Risikofaktoren, Familienanamnese), körperliche Untersuchung, 12-Kanal-Ruhe-EKG, Herzultraschall, Standardlabor.
Weiterführende kardiologische Diagnostik
Belastungs-EKG und Cardisiografie erweitern das diagnostische Spektrum und geben mir Informationen darüber, wie das Herz unter Belastung reagiert und ob es versteckte Auslöser von Rhythmusstörungen gibt, die nur mit einem ultrahochauflösendem EKG erkannt werden können.
Sollten wir bis dahin nicht fündig geworden sein, ist ein Langzeit-EKG (Holter) der nächste Untersuchungsschritt: über 24 Stunden oder länger wird der Herzrhythmus im Alltag aufgezeichnet. Sollten Sie während dieser Zeit Beschwerden bemerken, notieren Sie sich die Uhrzeit, dann können wir in der Aufzeichnung genau nachsehen.
Ein Schritt weiter: Funktionelle Medizin
Eine ganzheitliche Herangehensweise geht aber noch darüber hinaus: ich prüfe den Zell- und Energiestoffwechsel. Die Erregung der Herzmuskelzelle hängt an Ionenpumpen und Membranpotential. Ohne gesunde Membranspannung können Zellen elektrisch instabil werden und zu Rhythmusstörungen neigen. Laboruntersuchungen auf gestörte Energieversorgung (Mikronährstoffe, mitochondriale Belastung, Entzündung), RedOx-Regulation, Säure-Basen-Haushalt, Lebensmittelunverträglichkeiten, Spike-Proteine, Autoantikörper, Mikrobiom und Darmgesundheit, Immunsystem und das neuro-endokrine System (Stressachse, Schilddrüse) ergänzen die bisherigen Untersuchungen.
Nächster Schritt
Wenn Sie eine gründliche fachärztliche Abklärung wünschen, sind Sie hier richtig.
Termin: über Doctolib oder Kontakt.
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Die Angaben auf dieser Seite ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Untersuchung oder Behandlung. Ob und welche Maßnahmen sinnvoll sind, wird im persönlichen Gespräch geklärt. Verläufe unterscheiden sich von Person zu Person.
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