Leistungsspektrum

Belastungs-EKG (Ergometrie)

Bei einer leichten Herzinsuffizienz, aber auch bei anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann das Herz in einer einfachen EKG-Untersuchung fast normal erscheinen. Da Ihr Arzt sich aber auch ein Bild Ihres Herzens unter Belastung machen muss, kann ein Belastungs-EKG wichtige Zusatzinformationen liefern. Dabei wird das EKG ähnlich wie ein normales EKG geschrieben, während Sie sich auf einem Fahrradergometer oder einem Laufband unter kontrollierten Bedingungen bewegen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Vor der Untersuchung werden – wie beim Ruhe-EKG – Elektroden auf Ihrem Brustkorb angebracht und eine Blutdruckmanschette angelegt. Anschließend treten Sie auf einem Fahrradergometer in die Pedale (alternativ auf einem Laufband). Die Belastung wird dabei stufenweise erhöht, etwa alle zwei Minuten. Während der gesamten Zeit werden Ihr EKG, Ihr Blutdruck und Ihr Befinden fortlaufend überwacht. Die Untersuchung dauert in der Regel rund 10 bis 15 Minuten und wird beendet, sobald eine festgelegte Belastung erreicht ist, Sie erschöpft sind oder Auffälligkeiten auftreten. Selbstverständlich sind wir die ganze Zeit an Ihrer Seite und brechen jederzeit ab, falls nötig.

Was lässt sich damit erkennen?

Das Belastungs-EKG zeigt, wie Ihr Herz-Kreislauf-System auf körperliche Anstrengung reagiert:

  • Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, die erst unter Belastung sichtbar werden – ein wichtiger Hinweis auf eine koronare Herzkrankheit
  • Herzrhythmusstörungen, die nur bei Anstrengung auftreten
  • das Verhalten des Blutdrucks unter Belastung
  • Ihre allgemeine körperliche Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit

Wie genau ist die Untersuchung?

Das Belastungs-EKG ist eine seit Jahrzehnten bewährte, breit verfügbare und sehr sichere Untersuchung. Es eignet sich besonders gut, um die Belastbarkeit und das Blutdruckverhalten zu beurteilen. Bei der alleinigen Erkennung von Durchblutungsstörungen ist seine Aussagekraft jedoch begrenzt – nicht jede Engstelle wird zuverlässig erfasst. Ergibt sich ein auffälliger oder unklarer Befund, ergänzen wir die Untersuchung daher gezielt durch aussagekräftigere Verfahren wie die Stressechokardiographie oder die Cardisiographie.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Aussagen unter realer Belastung – nicht nur im Ruhezustand.
  • Ohne Strahlung und ohne Kontrastmittel.
  • Beurteilung der Leistungsfähigkeit und des Blutdruckverhaltens.
  • Gute Verlaufskontrolle bei bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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